Fächerschleifer erklärt | Schleifmop & Lamellenschleifer richtig einsetzen – Schleiftitan.de
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Veröffentlicht am 03 Feb, 2026

Fächerschleifer verständlich erklärt – Technik, Anwendung und Praxiswissen

Fächerschleifer verständlich erklärt – Technik, Anwendung und Praxiswissen

Fächerschleifer sind flexible Schleifwerkzeuge für kontrolliertes, gleichmäßiges Arbeiten auf Holz, Metall und beschichteten Oberflächen. Sie werden auch als Lamellenschleifer oder Schleifmop bezeichnet und sind besonders dann die richtige Wahl, wenn Präzision, saubere Oberflächen und Materialschonung im Vordergrund stehen. Auf dieser Seite geht es ausschließlich um Fächerschleifer – nicht um Fächerscheiben oder Fächerschleifscheiben für den Winkelschleifer. Falls Sie weitere Information zu Fächerscheiben/Fächerschleifscheiben benötigen, besuchen Sie gerne diesen Blogpost.

Was ist ein Fächerschleifer?

Ein Fächerschleifer ist ein Schleifwerkzeug mit Schaftaufnahme, das in Bohrmaschinen, Akkuschraubern oder Geradschleifern eingesetzt wird. Er besteht aus vielen einzelnen Schleiflamellen aus Schleifleinen, die ringförmig oder kegelförmig um einen Kern angeordnet sind.

Während des Schleifens nutzen sich die Lamellen gleichmäßig ab. Dadurch wird kontinuierlich neues Schleifkorn freigelegt, was für ein konstantes Schliffbild und eine gleichbleibende Schleifleistung sorgt.

Bezeichnungen wie Schleifmop oder Lamellenschleifer sind Synonyme für Fächerschleifer und beschreiben dasselbe Werkzeug.

Wichtige Klarstellung: Fächerschleifer ≠ Fächerschleifscheibe

Fächerschleifer werden häufig mit Fächerscheiben oder Fächerschleifscheiben verwechselt. Dabei handelt es sich um grundlegend unterschiedliche Werkzeuge.

Fächerschleifer
– Schaftaufnahme
– Einsatz in Bohrmaschine oder Geradschleifer
– Hohe Flexibilität
– Sehr gute Kontrolle
– Ideal für Holz, Oberflächen, Kanten, Konturen und Finish

Fächerschleifscheiben / Fächerscheiben / Schleifmopteller
– Aufnahme für Winkelschleifer
– Deutlich höherer Materialabtrag
– Schwerpunkt Metall, Schweißnähte, Entgraten

Auf dieser Seite geht es bewusst nur um Fächerschleifer, also Lamellenschleifer bzw. Schleifmops mit Schaft.

Informationen zu Fächerscheiben/Fächerschleifscheiben finden Sie hier.

Wann setzt man einen Fächerschleifer ein?

Fächerschleifer kommen immer dann zum Einsatz, wenn Oberflächen gleichmäßig bearbeitet, sanft abgetragen oder fein vorbereitet werden sollen. Typische Anwendungen sind:

– Holz schleifen und glätten
– Entfernen von Farbe, Lack oder Lasur
– Zwischenschliff vor dem Ölen oder Lackieren
– Bearbeiten von Rundungen, Profilen und Kanten
– Entgraten und Reinigen von Metall
– Oberflächenfinish bei Metall und Edelstahl

Besonders bei unebenen oder geformten Werkstücken spielen Schleifmops ihre Stärken aus.

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Fächerschleifer für Holz – kontrolliert und materialschonend

Beim Holzschliff sind Fächerschleifer besonders beliebt. Durch die flexible Lamellenstruktur passen sie sich der Holzoberfläche an und reduzieren das Risiko von Riefen oder Brandspuren deutlich.

Typische Anwendungen im Holzbereich sind:
– Abschleifen alter Beschichtungen
– Glätten von Massivholz und Balken
– Schleifen von Möbeln, Treppen und Kanten
– Vorbereitung für Öl, Wachs oder Lack

Wichtig ist ein stufenweises Vorgehen von grob zu fein und ein moderater Anpressdruck.

Fächerschleifer für Metall und Edelstahl

Auch im Metallbereich sind Lamellenschleifer weit verbreitet. Sie werden eingesetzt zum:
– Entgraten von Kanten
– Reinigen von Oberflächen
– Entfernen von Oxidschichten
– Strukturieren und Finish-Schliff

Im Vergleich zu härteren Schleifwerkzeugen arbeiten Fächerschleifer ruhiger und kontrollierter. Das ist besonders bei sichtbaren Flächen oder empfindlichen Bauteilen von Vorteil.

Körnungen beim Fächerschleifer – welcher Schleifmop wofür?

Die Körnung entscheidet über Abtrag und Oberflächenqualität. Ein sauberer Schliff entsteht durch den richtigen Aufbau der Schleifstufen.

Körnung Einsatz
P40 – P60 Grobschliff, alte Beschichtungen
P80 – P120 Zwischenschliff, Egalisieren
P150 – P240 Feinschliff, Oberflächenvorbereitung
P320+ Finish, sichtbare Flächen

Bauformen von Fächerschleifern

Fächerschleifer sind in unterschiedlichen Formen erhältlich:
Zylindrische Schleifmops für Flächen
Kegelförmige Lamellenschleifer für Ecken und Profile
Kompakte Schleifmops für präzise Arbeiten

Die Form sollte immer an Werkstück und Anwendung angepasst werden.

Technische Details von Fächerschleifern

Fächerschleifer bestehen meist aus:
– Schleifleinen mit Korund- oder Zirkonkorundkorn
– Schaftaufnahme (häufig 6 mm)
– Geeignet für Bohrmaschinen, Akkuschrauber, Geradschleifer

Die Einhaltung der maximal zulässigen Drehzahl ist entscheidend für Sicherheit und Standzeit.

Praxiswissen - Einsatz von Fächerschleifer und Schleifmop

Praxistipps für den Einsatz von Fächerschleifern

Mit wenig Druck arbeiten

Fächerschleifer arbeiten am effektivsten mit gleichmäßigem, moderatem Druck. Zu hoher Anpressdruck führt zu schnellerem Verschleiß, mehr Hitze und unruhigem Schliffbild.

Drehzahl an Material und Körnung anpassen

Beim Holzschliff empfiehlt sich eine geringere Drehzahl, um Brandspuren zu vermeiden. Bei Metall sorgt eine angepasste Drehzahl für sauberes Arbeiten und gleichmäßigen Abtrag.

Immer von grob zu fein schleifen

Ein hochwertiges Ergebnis entsteht durch den schrittweisen Wechsel der Körnung. Das Überspringen von Schleifstufen führt häufig zu sichtbaren Schleifspuren.

Schleifrichtung bewusst wählen

Bei Holz möglichst entlang der Maserung schleifen. Bei Metall mit gleichmäßigen, überlappenden Bewegungen arbeiten, um lokale Hitzeentwicklung zu reduzieren.

Fächerschleifer regelmäßig prüfen

Vor dem Einsatz sollten Schleifmops auf beschädigte oder gelöste Lamellen kontrolliert werden. Beschädigte Werkzeuge sollten nicht mehr verwendet werden.

Maschine ruhig führen und nicht verkanten

Fächerschleifer sollten flächig und kontrolliert geführt werden. Starkes Verkanten beeinträchtigt Schliffbild und Werkzeugstandzeit.

Häufige Fehler beim Einsatz von Fächerschleifern

– Zu hoher Anpressdruck
– Zu hohe Drehzahl
– Falsche Körnung für den Arbeitsschritt
– Überspringen von Schleifstufen

Ein ruhiger, systematischer Arbeitsstil sorgt für bessere Ergebnisse und längere Standzeiten.

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Technische Grundlagen und Quellen

Die Anwendung von Fächerschleifern basiert auf den Prinzipien der abrasiven Zerspanung. Relevante Grundlagen liefern Herstellerangaben zu Schleifleinen, sicherheitstechnische Richtlinien für rotierende Werkzeuge sowie langjährige Praxiserfahrung aus Holz- und Metallverarbeitung.

Fazit

Fächerschleifer, Schleifmops und Lamellenschleifer sind präzise, vielseitige Schleifwerkzeuge für kontrolliertes Arbeiten. Sie eignen sich hervorragend für Holz, Metall und Oberflächenbearbeitung, wenn saubere Ergebnisse und hohe Kontrolle gefragt sind. Wer bewusst zwischen Fächerschleifer und Fächerschleifscheibe unterscheidet, arbeitet effizienter, sicherer und erzielt bessere Ergebnisse.

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